Die Ackerwinde und die Zaunwinde sind hartnäckige Beikräuter, die vor allem in Beeten, an Zäunen, auf offenen Bodenstellen und zwischen Kulturpflanzen auffallen. Diese Unkräuter umschlingen andere Pflanzen und treiben nach dem Entfernen wieder aus.
Im Garten ist Ackerwinde vor allem wegen ihrer tiefen und weit verzweigten Wurzeln problematisch. Einmal etabliert, verschwindet sie selten durch einmaliges Jäten. Wichtig ist, sie früh zu erkennen, regelmäßig zu schwächen und keine Wurzelstücke unnötig im Beet zu verteilen.
Merkmal | Beschreibung |
Deutsche Namen | Ackerwinde, Acker-Winde |
Botanischer Name | Convolvulus arvensis |
Pflanzenfamilie | Windengewächse |
Lebensdauer | Mehrjährig |
Wuchs | Kriechend oder windend, kann andere Pflanzen umschlingen |
Typischer Standort | Beete, Äcker, Wege, Zäune, offene und bearbeitete Böden |
Keimung | Aus Samen möglich, im Garten aber oft durch Wurzelausläufer auffällig |
Blütezeit | Meist Sommer bis Herbst |
Blüten | Trichterförmig, weiß bis rosa |
Vermehrung | Über Samen und unterirdische Wurzelausläufer |
Problem im Beet | Umschlingt Kulturpflanzen, treibt aus Wurzelstücken wieder aus |
Giftig? | Gilt als schwach giftig |
Essbar? | Nein |
Beste Entfernung | Konsequent ausgraben, wiederholtes Entfernen der Austriebe, Wurzeln nicht zerkleinern |
Ackerwinde erkennst du an ihren dünnen, windenden Trieben. Die Pflanze legt sich über den Boden oder klettert an anderen Pflanzen hoch. In Gemüsebeeten fällt sie oft erst auf, wenn sie sich um Kulturpflanzen wickelt.
Typische Merkmale: dünne, lange Triebe, wechselständig angeordnete Blätter, pfeil- bis spießförmige Blattform, trichterförmige Blüten und ein kriechender bis kletternder Wuchs.
Die Blüten sind meist weiß bis rosa und erinnern an kleine Trichter. Die Pflanze kann harmlos wirken, ist im Beet aber deutlich schwieriger zu entfernen als viele andere Beikräuter.
Im Vergleich zur Zaunwinde hat die Ackerwinde etwas kleinere Blüten und Blätter. Die Blüten der Zaunwinde sind weiß.
Ackerwinde treibt im Frühjahr aus und wächst über die warme Jahreszeit weiter. Besonders sichtbar wird sie im Sommer, wenn die Triebe länger werden und sich durch Beete, Zäune oder Stauden ziehen.
Das eigentliche Problem sitzt im Boden. Die Pflanze bildet unterirdische Wurzeln, die mehr als einen Meter in den Boden reichen können, und kann nach dem Abreißen wieder austreiben. Wer nur die oberirdischen Triebe entfernt, schwächt die Pflanze zwar, beseitigt sie aber nicht.
Jetzt sollten die Ackerwinden-Triebe entfernt werden.
Ackerwinde umschlingt andere Pflanzen.
Ackerwinde sind leicht giftig und somit nicht essbares. Auch wenn einzelne Pflanzen traditionell oder medizinisch erwähnt werden, gehört sie nicht in die Küche.
Für den Garten ist wichtiger: Ackerwinde ist kein harmloses Wildgemüse, sondern ein ausdauerndes Unkraut, das Kulturpflanzen bedrängen kann.
Ackerwinde entfernst du am besten mit Geduld. Einmaliges Hacken reicht meist nicht. Ziel ist, die Pflanze immer wieder zu schwächen und möglichst viele Wurzeln aus dem Boden zu holen.
Sinnvolle Maßnahmen: Triebe regelmäßig entfernen, Wurzeln vorsichtig ausgraben, Wurzelstücke nicht zerkleinern, Boden nicht unnötig fräsen und Austriebe konsequent nachkontrollieren.
Bei starkem Befall hilft es, eine Beetfläche über längere Zeit gründlich zu bearbeiten und neue Austriebe sofort zu entfernen. Je weniger Blattmasse die Pflanze bilden kann, desto stärker wird sie geschwächt.
Das Ausgraben von Ackerwinden ist sehr schwer und arbeitsintensiv, weil die Wurzeln mehr als einen Meter ins Erdreich eindringen können.
Wichtig: Haben sich Ackerwinden bereits um andere pflanzen gewunden bitte sehr vorsichtig entfernen. Zieht man von oben zieht es sich wie eine Schlinge zu und man beschädigt die andere Pflanzen.
Am Besten unten kappen und dann von unten nach oben abwickeln oder einfach trocknen lassen.
Bei uns hat sich ein Werkzeug als sehr praktisch erwiesen, dass eigentlich für etwas anderes gebaut wurde - Spargelstecher, Unkrautstecher!
Mit ihm kann man an der Wurzeln entlang uns Erdreich eindringen und so tief kappen. Dann dauert es länger, bis sie wieder an die Oberfläche gelangen.
Ackerwindenblüten sind zwar hübsch aber sollten entfernt werden, damit sich keine Samen ausbilden.
Ist die Ackerwinde einmal da, wird die Entfernung schwer. Ackerwinden, die gerade aus Samen gekeimt sind, lassen sich noch einfach entfernen, da die Wurzel noch nicht weit in den Boden reicht.
Eine massive Ausbreitung kann passieren, wenn man die Wurzeln zum Beispiel mit einer Fräse in viele Stücke teilt. Auch sehr kleine Teile können neue Wurzeln ausbilden und neue Pflanzen etablieren.
Es gibt keine einfache Möglichkeit, Ackerwinden schnell zu entfernen. Die Schwächung der Wurzel durch das konsequente Entfernen der oberirdischen Teile ist die beste Möglichkeit, sie mit der Zeit loszuwerden.
Was das Entfernen anbelangt gilt für Zaunwinden das selbe wie bei Ackerwinden.
Zaunwinden an einem Zaun. Der Unterschied zur Ackerwinde wird durch die weißen Blüten und die größeren Blätter deutlich.