Für die einigen ein leckeres Wildgemüse für die anderen ein sehr lästiges Unkraut welches über 100.000 Samen pro Pflanze bilden kann.
Gartenmelde ist ein einjähriges Beikraut, das in Gärten und auf offenen, nährstoffreichen Böden auftreten kann.
Im Beet wird Gartenmelde vor allem dann lästig, wenn sie unkontrolliert aufläuft, schnell groß wird und sich versamt. Junge Pflanzen lassen sich gut entfernen. Wer sie nutzen möchte, sollte sie sicher erkennen und nur von unbelasteten Standorten ernten.
Bestimme viele weitere Beikräuter in unserer Serie: Welches Beikraut wächst in meinem Garten?
Merkmal | Beschreibung |
Deutsche Namen | Gartenmelde, Weißer Gänsefuß |
Botanischer Name | Atriplex hortensis |
Pflanzenfamilie | Fuchsschwanzgewächse |
Lebensdauer | einjährig |
Wuchs | krautig, aufrecht, je nach Standort kräftig wachsend |
Typischer Standort | Gärten, Beete, nährstoffreiche und offene Böden |
Keimung | vor allem auf offenen Bodenstellen im Frühjahr bis Frühsommer |
Blütezeit | meist Sommer bis Herbst |
Blüten | klein, grünlich, unscheinbar |
Vermehrung | über Samen |
Problem im Beet | kann freie Flächen schnell besiedeln und sich versamen |
Giftig? | Nein |
Essbar? | Ja, junge Blätter werden als Blattgemüse genutzt |
Beste Entfernung | jung jäten oder vor der Samenbildung entfernen |
Gartenmelde erkennst du an ihrem aufrechten, krautigen Wuchs und den meist weichen Blättern. Je nach Sorte oder Standort können die Pflanzen grünlich, gelbgrün oder rötlich wirken.
Typische Merkmale: aufrechter Stängel, wechselständig angeordnete Blätter, oft dreieckige bis eiförmige Blattform, unscheinbare grünliche Blütenstände und kräftiges Wachstum auf nährstoffreichen Böden.
Im jungen Stadium kann Gartenmelde mit anderen Melden oder Gänsefuß-Arten verwechselt werden. Für die Nutzung als essbare Pflanze ist eine sichere Bestimmung deshalb wichtig.
Gartenmelde keimt vor allem im Frühjahr bis Frühsommer auf offenen Bodenstellen. Nach Bodenbearbeitung, Regen oder Bewässerung können mehrere Jungpflanzen gleichzeitig erscheinen.
Kleine Pflanzen lassen sich leicht jäten. Wenn du Gartenmelde nicht im Beet haben möchtest, solltest du sie vor der Samenbildung entfernen.
Gartenmelde ist ein beliebtes Wildgemüse. Junge Blätter werden als Blattgemüse genutzt, ähnlich wie Spinat oder andere Meldenarten.
Wer gerne Melden isst kann auch auf Kulturformen mit größeren Blättern und interessanten Farben zurückgreifen wie die Gartenmelde rubinrot oder Gartenmelde Tricolor
Gartenmelde entfernst du am besten jung. Kleine Pflanzen lassen sich leicht herausziehen oder flach abhacken. Größere Pflanzen solltest du vor der Samenbildung entfernen.
Sinnvolle Maßnahmen: Jungpflanzen regelmäßig jäten, Pflanzen vor der Samenreife entfernen, offene Beetflächen nicht lange frei lassen, nach Bodenbearbeitung kontrollieren und bei Bedarf mulchen oder nachsäen.
Wenn Gartenmelde bereits Samen bildet, solltest du sie nicht einfach im Beet liegen lassen. Sonst kann sie im nächsten Jahr wieder verstärkt auftreten.
Gartenmelde nutzt freie und nährstoffreiche Bodenstellen. Deshalb helfen dichte Bepflanzung, Mulch, Gründüngung und eine schnelle Nachkultur nach der Ernte.
In Beeten mit viel offener Erde solltest du nach Regen oder Bodenbearbeitung kontrollieren. Junge Pflanzen sind schnell entfernt, ältere Pflanzen machen deutlich mehr Arbeit.