Bingelkraut ist ein Beikraut aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Im Garten ist meist das Einjährige Bingelkraut gemeint. Im Gemüsegarten ein Unkraut, dass auf offenen, nährstoffreichen Böden schnell auftreten kann.
Im Gegensatz zu essbaren Beikräutern sollte Bingelkraut nicht als Wildgemüse genutzt werden. Für den Garten ist vor allem wichtig: sicher erkennen, früh entfernen und keine Samenbildung zulassen.
Merkmal | Beschreibung |
Deutscher Name | Einjähriges Bingelkraut |
Botanischer Name | Mercurialis annua |
Pflanzenfamilie | Wolfsmilchgewächse |
Lebensdauer | einjährig |
Wuchs | krautig, aufrecht bis verzweigt |
Typischer Standort | Gärten, Äcker, Wegränder, offene und nährstoffreiche Böden |
Keimung | vor allem auf offenen Bodenstellen |
Blütezeit | meist Frühjahr bis Herbst, je nach Standort |
Blüten | klein, grünlich, unscheinbar |
Vermehrung | über Samen |
Problem im Beet | kann sich versamen und freie Flächen besiedeln |
Giftig? | ja, nicht als essbare Pflanze behandeln |
Essbar? | nein |
Beste Entfernung | jung jäten, vor Samenbildung entfernen |
Bingelkraut wirkt unscheinbar. Es hat keine auffälligen Blüten und wird deshalb leicht übersehen. Im Beet erkennst du es vor allem an seinem aufrechten, krautigen Wuchs und den gegenständigen Blättern.
Typische Merkmale: grüne, weiche Stängel, gegenständig angeordnete Blätter, längliche bis lanzettliche Blattform, gezähnte Blattränder und kleine grünliche Blüten.
Einjähriges Bingelkraut bildet getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Für die Beetpflege ist das meist nicht entscheidend. Wichtig ist, die Pflanzen vor der Samenbildung zu entfernen.
Bingelkraut erscheint vor allem auf offenen, lockeren und nährstoffreichen Böden. In Gärten taucht es häufig dort auf, wo Erde bearbeitet wurde oder Beetflächen zeitweise frei liegen.
Kleine Pflanzen lassen sich gut herausziehen. Wartest du zu lange, können sich Samen bilden und die Pflanze tritt später erneut auf.
Die Samen vom Bingelkraut sind im Boden 4 bis 10 Jahre lang keimfähig!
Samen vom Bingelkraut - stark vergrößert
Bingelkraut sollte nicht gegessen werden. Es gehört nicht zu den Beikräutern, die du als Wildgemüse nutzen solltest.
Das ist wichtig, weil manche Beikräuter essbar sind und andere nicht. Bei Bingelkraut gilt klar: nicht probieren, nicht verfüttern, nicht in der Küche verwenden.
Bingelkraut entfernst du am besten jung. Kleine Pflanzen lassen sich meist leicht jäten. Arbeite dabei möglichst vor der Blüte und vor der Samenbildung.
Sinnvolle Maßnahmen: Jungpflanzen regelmäßig jäten, Pflanzen vor der Samenreife entfernen, entfernte Pflanzen nicht auf dem Beet liegen lassen, offene Bodenstellen bedecken und nach Bodenbearbeitung kontrollieren.
Bei größeren Beständen solltest du gründlich nacharbeiten. Wenn bereits Samen vorhanden sind, kann Bingelkraut auch später wieder auflaufen.
Werkzeug: Terradix Pendelhacke mit Metallstil, Jätefaust - Orange, Drahthacke - 12 cm
Bingelkraut nutzt freie Bodenstellen. Deshalb helfen dichte Bepflanzung, Mulch, Gründüngung und eine schnelle Nachkultur nach der Ernte.
Achte besonders auf Beetlücken und Randbereiche. Dort bleiben Beikräuter oft ungestört stehen und können sich versamen.
Bingelkraut kann zwar massenartig auftreten wenn es sich aussamt aber ist kein Problemkraut da es sehr einfach zu entfernen ist und einjährig ist.