Borago

Der Gurken-Geheimtipp - so baut man Antillengurken an

Kleine Gürkchen die man total unproblematisch anbauen kann, knackig sind und vor allem hervorragend schmecken - das ist die Antillengurke - Cucumis anguria!

In meinem Garten dürfen jedes Jahr verschiedene Sorten Gurken wachsen. Salatgurken in Groß und Klein wie die Topfgurke Antje, Snackgurke La Divaoder die Gurke Saikó. Dann Gurken mit dem Ziel, sie als Essiggurken einzulegen, wie Gurke Piccolo Verde di Parigi oder Cornichons National Pickling – und seit 4 Jahren eben Antillengurke.

Ich lasse sie als Bodendecker auf einem Beet wachsen und werde schon bei 4 Pflanzen mit zig der leckeren kleinen Gürkchen belohnt – und dabei hatten die bei mir noch nie Krankheiten oder Schädlinge. Ganz im Gegenteil, da, wo sie wachsen, bilden sie einen dichten Teppich, der zuverlässig die meisten Unkräuter am Keimen und Wachsen hindert und dazu noch als eine lebende Mulchschicht dient.

Interessant ist, dass sie Früchte sehr unterschiedlich ausfallen können, einige haben wie auf den Fotos eine fast glatte Schale, andere haben weiche Stacheln und sehen fast wie ein grüner Igel aus.

Antillengurken an der Pflanze

Aussaat von Antillengurken

Voranzucht von Antillengurken

Die Voranzucht findet Ende März bis in den Mai statt. Die Pflanzen sind kälteempfindlich und benötigen zur Keimung ca. 18–20 °C. Da ich meistens nicht sehr viele Gurkenpflanzen benötige, pflanze ich nicht in Multitopfplatten, sondern direkt in 9er-Töpfe in Anzuchterde. Hier wachsen sie, bis ich sie dann Mitte Mai ins Freiland setze.

Antillengurke

Antillengurke

Die außergewöhnliche Gurkenrarität bildet zahlreiche kleine, stachelige Früchte. Ideal zum Rohessen, Schmoren und Einlegen.
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Direktsaat von Antillengurken

Die Aussaat direkt ins Freiland kann, wenn es ein wärmeres Jahr ist, bereits Anfang Mai stattfinden. Ist es kühler, dann solltest du besser bis Mitte Mai warten. Als Abstand zur nächsten Pflanze ca. 20 cm wählen.

So pflanzt du Antillengurken

Wie die meisten Gemüsepflanzen, die viel Blattmasse bilden, benötigen auch Antillengurken einen nährstoffreichen Boden. Eine moderate Düngung und die Lockerung des Bodens vor der Pflanzung sind vorteilhaft.

Eine gute Pflanzzeit ist ab Mitte Mai ins Freiland. Pflanzungen im Juni und Juli führen aber auch noch zu einer guten, wenn auch kürzeren Ernte, da Antillengurken keinen Frost vertragen.

Als Pflanzabstand haben sich ca. 20 cm bewährt.
Die kommen mit voller Sonne genauso zurecht wie mit Standorten mit weniger Sonnenstunden.

Bis sie den Raum im Beet mit ihren Ranken einnehmen, solltest du Beikräuter entfernen, um Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe zu vermeiden.

In meinem Garten haben sie bis jetzt weder Mehltau bekommen noch sind die bitter geworden. Dennoch ist es nicht unmöglich, dass sie bitter werden, offenbar aber wesentlich seltener als andere Sorten.

Tipp: Du kannst Antillengurken auch herunterranken lassen, z. B. aus Hochbeeten oder Blumenkübeln.

Antillengurken ernten

Das Wichtigste ist, Antillengurken nicht zu groß werden zu lassen. Den besten Geschmack und die beste Konsistenz haben sie, wenn sie etwas größer als eine sehr große Olive sind. Später wird die Schale fester und man spürt die Kerne.

Da der Stiel von der Pflanze zur Frucht recht hart sein kann, empfiehlt sich eine Ernteschere.

Erntetipp: Ich war beim ersten Mal, als ich Antillengurken anbaute, sehr enttäuscht, weil ich nur Blätter sah. Erst ein Blick unter diese offenbarte direkt 12 Gürkchen. Also – immer unter die Blätter schauen und sie nicht zu groß werden lassen, es sei denn, du möchtest Saatgut entnehmen.

Antillengurken an der Pflanze

Die linke Antillengurke ist ideal, die recht kann man zwar noch essen aber die Schale ist härter und der Geschmack nicht mehr so intensiv.

Wie isst man Antillengurken?

Sie lassen sich roh im Ganzen als Snackgurke essen oder in Scheiben geschnitten im Salat. Auch wie Essiggurken, fermentiert oder gebraten kannst du sie zubereiten. Ich finde die kleinen Gurken sehr vielseitig.