Franzosenkraut ist ein schnell wachsendes Beikraut, das vor allem in Gemüsebeeten, auf offenen Bodenstellen und frisch bearbeiteten Flächen auftritt.
Im Garten ist Franzosenkraut vor allem wegen seiner schnellen Entwicklung lästig. Es keimt bei warmem Boden, wächst zügig, blüht früh und vermehrt sich über Samen. Wenn du es jung entfernst, ist es gut zu kontrollieren. Wartest du bis zur Samenbildung, wird es deutlich aufwendiger.
Merkmal | Beschreibung |
Deutsche Namen | Franzosenkraut, Knopfkraut, Kleinblütiges Knopfkraut, Behaartes Knopfkraut |
Botanische Namen | Galinsoga parviflora, Galinsoga quadriradiata |
Pflanzenfamilie | Korbblütler |
Lebensdauer | einjährig |
Wuchs | krautig, schnell wachsend |
Typischer Standort | Gemüsebeet, offene Erde, lockere und nährstoffreiche Böden |
Keimung | vor allem bei warmem Boden |
Blütezeit | meist Sommer bis Herbst |
Blüten | kleine Blütenköpfchen mit gelber Mitte und kurzen weißen Randblüten |
Vermehrung | über Samen |
Problem im Beet | kann junge Kulturen bedrängen und sich stark versamen |
Giftig? | Nein |
Essbar? | Ja, junge Pflanzenteile |
Beste Entfernung | früh jäten oder hacken, möglichst vor Blüte und Samenbildung |
Franzosenkraut erkennst du an seinem weichen, krautigen Wuchs und den kleinen Blütenköpfchen. Die Pflanze wirkt unscheinbar, kann offene Beetflächen aber schnell besiedeln.
Typische Merkmale:
- weiche grüne Stängel
- gegenständig angeordnete Blätter
- eiförmige bis zugespitzte Blätter
- gezähnte Blattränder
- kleine Blütenköpfchen
- gelbe Mitte
- kurze weiße Randblüten
Im Garten kommen vor allem zwei Arten vor: Kleinblütiges Franzosenkraut und Behaartes Franzosenkraut. Das Behaarte Franzosenkraut ist stärker behaart. Für die Beetpflege ist die genaue Art meist zweitrangig. Wichtiger ist, dass du die Pflanze vor der Samenbildung entfernst.
Franzosenkraut keimt vor allem bei warmem Boden. Deshalb fällt es oft erst später im Frühjahr oder im Frühsommer stärker auf. Nach Regen, Bodenbearbeitung oder auf freien Beetstellen können viele Jungpflanzen gleichzeitig erscheinen.
Kleine Pflanzen lassen sich leicht herausziehen oder flach abhacken. Je größer die Pflanze wird, desto eher blüht sie und bildet Samen. Dann steigt der Aufwand.
Franzosenkraut ist essbar. Am besten junge Blätter und Triebspitzen verwenden.
Besonders in Kolumbien ist es eine kulinarische Delikatesse.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte die Pflanzen vor der Blüte und der Samenbildung ernten um ein massenhaftes Ausbreiten zu verhindern.
Am besten entfernst du Franzosenkraut früh. Junge Pflanzen sitzen noch locker im Boden und lassen sich gut jäten oder hacken.
Sinnvolle Maßnahmen:
- Jungpflanzen regelmäßig, vor der Blüte entfernen
- Offene Bodenflächen mulchen oder bepflanzen
- Bei trockenem Wetter dienen die jungen Pflanzen mit Wurzeln direkt als Mulch, bei feuchtem Wetter besteht die Gefahr, dass sie neu anwurzeln.
Das entfernen geht im Beet besonders gut mit einer Terradix Pendelhacke mit Metallstil, oder im Hochbeet mit einer Jätefaust - Rot
Eine einzelne Franzosenkraut-Pflanze kann zwischen 5.000 und 100.000 Samen bilden. Die Samen sind sowohl Licht- als auch Wärmekeimer und bleiben im Boden für über 10 Jahre keimfähig!
Franzosenkraut breitet sich da auf so es Platz hat und wenig Konkurrenz, also bevorzugt auf offenen Beeten
Mit einer Mulchschicht kann man die Keimung verhindern, aber auch indem man die Nutzpflanzen dichter setzt.
Besonders wenn Lücken im Beet auftreten, sollte schnellstens wieder neu gesät oder gepflanzt werden. Dies ist, unabhängig von der Unkrautunterdrückung allgemein eine gute Idee um seine Beetfläche ideal zu nutzen und das Bodenleben zu fördern.