Hühnerhirse ist ein einjähriges Beikraut aus der Familie der Süßgräser. Im Garten ist es ein echtes Problemunkraut, weil sie schnell wächst, viel Platz einnimmt und in Gemüsebeeten mit jungen Kulturpflanzen konkurriert.
Besonders häufig taucht Hühnerhirse auf warmen, nährstoffreichen und offenen Bodenstellen auf. Wenn du sie jung entfernst, ist sie gut zu kontrollieren. Lässt du sie aussamen, wird sie in den nächsten Jahren deutlich häufiger auftreten.
Merkmal | Beschreibung |
Deutsche Namen | Hühnerhirse, Gewöhnliche Hühnerhirse |
Botanischer Name | Echinochloa crus-galli |
Pflanzenfamilie | Süßgräser |
Lebensdauer | einjährig |
Wuchs | horstig bis aufrecht, kräftiges Gras |
Typischer Standort | Gemüsebeet, Hackkulturen, nährstoffreiche Böden, offene Erde |
Keimung | bei warmem Boden, oft später als viele Frühjahrsbeikräuter |
Blütezeit | meist Sommer bis Herbst |
Blütenstand | verzweigte, grünliche bis rötliche Rispe |
Vermehrung | über Samen |
Problem im Beet | wächst schnell, nimmt Licht, Wasser und Nährstoffe |
Giftig? | nicht als giftiges Gartenbeikraut bekannt |
Essbar? | nicht als übliches Wildgemüse für den Garten empfohlen |
Beste Entfernung | jung jäten oder hacken, vor Samenreife entfernen |
Hühnerhirse erkennst du an ihrem grasartigen Wuchs. Junge Pflanzen sehen zunächst unscheinbar aus und können leicht mit anderen Gräsern verwechselt werden. sehr früh bilden sich 2-4 Hauptstränge die an der Basis flach sind. Später wird die Pflanze kräftiger und bildet auffällige Blütenstände.
Typische Merkmale: breite Grasblätter, kräftiger Wuchs, später verzweigte Rispen und oft ein leicht rötlicher Ton an Stängeln oder Blütenständen. Die Rispen haben kleine Haare mit Hacken die dafür sorgen, dass die Hühnerhirse an Kleidung und Fell klebenbleibt und sich so noch mehr ausbreitet.
Im Gemüsebeet fällt Hühnerhirse besonders dort auf, wo viel Licht auf den Boden kommt. Zwischen langsam wachsenden Kulturen kann sie schnell zur Konkurrenz werden.
Hüherhirse nach der Keimung
Die Hühnerhirsenpflanze beginnt sich zu verzweigen.
Hühnerhirse keimt vor allem bei warmem Boden. Deshalb erscheint sie oft später als viele typische Frühjahrsbeikräuter. Nach Regen, Bewässerung oder Bodenbearbeitung können viele junge Gräser gleichzeitig auflaufen.
Das ist der beste Zeitpunkt zum Entfernen. Junge Hühnerhirse lässt sich deutlich leichter jäten oder hacken als ältere Pflanzen mit kräftigem Wurzelwerk.
Hühnerhirse ist nicht als giftiges Gartenbeikraut bekannt. Trotzdem ist sie für den normalen Gemüsegarten kein typisches Wildgemüse.
Praktisch wichtiger ist ihre Wirkung im Beet: Sie konkurriert mit Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht. Vor allem junge Gemüsearten können dadurch schlechter wachsen.
Am besten entfernst du Hühnerhirse jung. Solange die Pflanzen klein sind, reicht meist flaches Hacken oder Jäten z.b. mit einer Drahthacke - 5 cmoder einer Terradix Pendelhacke mit Metallstil. Größere Pflanzen solltest du vollständig herausziehen, besonders wenn sich bereits Blütenstände bilden.
Sinnvolle Maßnahmen: junge Pflanzen regelmäßig hacken, Pflanzen vor der Samenreife entfernen, blühende oder samenreife Pflanzen nicht auf dem Beet liegen lassen, offene Bodenflächen mulchen und nach Regen oder Bewässerung kontrollieren.
Bei Samenansatz solltest du vorsichtig arbeiten. Werden reife Samen verteilt, kann der Befall im nächsten Jahr stärker werden.
Blütenstände der Hühnerhirse
Samen der Hühnerhirse
Hühnerhirse nutzt warme, offene und nährstoffreiche Bodenstellen. Deshalb hilft es, Beete nicht lange unbedeckt zu lassen.
Sinnvoll sind Mulch, dichte Kulturen, Zwischenkulturen, Gründüngung und regelmäßige flache Bodenpflege. Besonders nach der Ernte solltest du Beetlücken schnell schließen, statt den Boden wochenlang frei liegen zu lassen.
Hühnerhirse ist ein einjähriges Gras, das bei warmem Boden keimt und sich über Samen vermehrt. Entferne sie jung, bevor sie kräftig wird und Samen bildet. Offene Beetflächen solltest du bedecken oder schnell wieder bepflanzen.