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Maisbeulenbrand erkennen: Was der Pilz am Mais macht

Maisbeulenbrand sieht dramatisch aus, ist aber leicht zu erkennen. An Maispflanzen bilden sich helle, später dunkler werdende Beulen. Besonders häufig sitzen sie an den Kolben, sie können aber auch an Stängeln, Blättern oder Rispen entstehen.

Der Auslöser ist ein Pilz. Er heißt Ustilago maydis und befällt Mais. Für den Hausgarten heißt das: Befallene Pflanzenteile solltest du entfernen, bevor die Beulen aufplatzen und Sporen freisetzen.

Maisbeulenbrand

Was ist Maisbeulenbrand und woran erkennt man ihn?

Maisbeulenbrand ist eine Pilzkrankheit an Mais. Der Pilz dringt nicht einfach durch eine völlig unverletzte Pflanze, sondern nutzt vor allem empfindliche oder verletzte Stellen. Solche Eintrittsstellen können zum Beispiel durch Hagel, Wind, mechanische Schäden oder Insektenfraß entstehen.

Nach der Infektion bildet die Pflanze auffällige Wucherungen.

Diese Beulen bestehen aus Pflanzengewebe und Pilzmasse. Anfangs sind sie hell, fest und oft silbrig bis grau. Später werden sie dunkler. Wenn sie reif sind, platzen sie auf und geben eine schwarze Sporenmasse frei.

Im Gemüsebeet ist der Befall meist eher ein Einzelproblem als eine Katastrophe. Trotzdem solltest du betroffene Pflanzen im Blick behalten, damit sich der Pilz nicht unnötig weiter verteilt.

Wichtig ist der Unterschied zu normaler Kolbenentwicklung. Ein gesunder Maiskolben bleibt gleichmäßig aufgebaut. Maisbeulenbrand wirkt dagegen knotig, aufgequollen und unregelmäßig. Sobald schwarze Sporen sichtbar werden, ist die Beule bereits weit entwickelt.

Maisbeulenbrand kann ein echtes Ärgernis sein, wenn viele Pflanzen befallen sind. Trotzdem kommt es selten zu kompletten Ernteausfällen wenn bei Kontrollen, befallene Pflanzenteile entfernt werden.

Hier erfährst du alles über den Anbau von Mais im Garten: So baut man eigenen Mais im Garten an

Maisbeulenbrand

Kann man Maisbeulenbrand verhindern?

Ganz verhindern lässt sich Maisbeulenbrand im Garten nicht. Die Sporen können im Umfeld vorkommen, und der Pilz nutzt günstige Bedingungen sowie Verletzungen an der Pflanze.

Du kannst das Risiko aber senken:

Baue Mais möglichst kräftig und stressarm an. Vermeide Verletzungen an den Pflanzen. Arbeite vorsichtig beim Hacken, Anbinden oder Pflegen. Achte auf gleichmäßige Wasserversorgung, besonders bei Trockenstress. Entferne stark befallene Pflanzenteile früh, bevor die Beulen aufplatzen. Lass befallene, sporende Pflanzenteile nicht im Beet liegen.

Auch Insektenfraß kann Eintrittsstellen schaffen.

Bei starkem Befall solltest du die befallenen Pflanzenteile über den Restmüll entsorgen. Auf den Kompost gehören sie nur, wenn du sicher bist, dass der Kompost ausreichend heiß wird. Das ist im Hausgarten oft nicht der Fall.

Maisbeulenbrand

Wusstest du? Dieser Pilz wird sogar gegessen

Maisbeulenbrand klingt erst einmal nach Schaden. In Mexiko wird der junge Pilz aber als Lebensmittel genutzt. Dort ist er unter dem Namen Huitlacoche bekannt.

Gegessen werden nicht die schwarzen, staubigen Sporenmassen, sondern junge, noch geschlossene Beulen. Sie werden geerntet, bevor sie vollständig ausreifen. In der Küche werden sie zum Beispiel gebraten oder als Füllung verwendet.

Für den eigenen Garten heißt das trotzdem nicht: einfach probieren. Iss Maisbeulenbrand nur, wenn du genau weißt, was du tust, die Pflanze sicher bestimmt hast und der Standort unbelastet ist. Pflanzen von behandelten Flächen oder unbekannten Standorten solltest du nicht verwenden.

Trotz der geringen Chance, Maisbeulenbran im eigenen Garten zu haben lohnt es sich Mais selbst anzubauen. Bei uns findest du diverse Sorten an Zuckermais und Popcornmais.