Mais braucht Wärme, Platz und eine gute Bestäubung. Wenn diese drei Punkte passen, ist der Anbau im Garten unkompliziert. Wichtig ist vor allem, Mais nicht zu früh zu säen und ihn nicht als einzelne lange Reihe zu pflanzen.
Mais kannst du direkt ins Beet säen oder vorziehen. Beides funktioniert.
Die Direktsaat ist einfacher. Sie passt gut, wenn der Boden warm genug ist und keine längere Kältephase mehr erwartet wird. Mais keimt in kaltem Boden schlecht und wächst dann nur langsam weiter.
Die Voranzucht ist sinnvoll, wenn du früher starten möchtest oder wenn dein Gartenboden im Frühjahr lange kalt bleibt. Die Jungpflanzen sollten nicht zu lange im Topf stehen, sonst leiden die Wurzeln beim Auspflanzen.
Wichtig: Mais mag keine Wurzelstörung. Deshalb nicht pikieren, sondern direkt einzeln säen.
Als Aussaatgefäß empfehlen wir die 9er Töpfe Vierecktopf 9 x 9 x 9,5 cm - 10er Set oder die 24er Multitopfplatte Multi-Topfplatte QuickPot QP 24R
Junge Maispflanzen nach der Keimung im Beet
Für die Direktsaat sollte der Boden warm und nicht mehr nass-kalt sein. In vielen Regionen ist das ab Ende April bis Mitte Mai möglich. In kühlen Lagen wartest du besser bis Mitte Mai.
Für die Voranzucht kannst du etwa ab April starten. Ausgepflanzt wird erst, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind und der Boden sich erwärmt hat.
- Direktsaat: Ende April bis Mitte Mai
- Voranzucht: ab April
- Auspflanzen: ab Mitte Mai, je nach Wetter und Region
Säe Mais etwa 3 bis 5 cm tief. Im Garten ist eine Blockpflanzung besser als eine lange Reihe, weil Mais vom Wind bestäubt wird. Mehrere kurze Reihen nebeneinander verbessern die Befruchtung der Kolben.
Das schöne bei Mais ist, dass du nicht auf die frühst möglichen Aussaattermine beschränkt bist. Auch Aussaaten im Juli führen meistens noch zu einer guten Ernte und verlängern, besonders bei Zuckermais, das Erntefenster enorm.
Links die Männlichen Teile die oben den den Maispflanzen entstehen - rechts die weiblichen, der sog. Maisbart. Jeder dieser Fäden ist mit einem späteren Maiskorn verbunden. Dieses bildet sich aber erst, wenn ein männlicher Pollen den Faden berührt.
Mais ist nicht gleich Mais. Für den Garten ist die Sorte entscheidend.
Zuckermais ist die richtige Wahl, wenn du frische Kolben kochen oder grillen möchtest. Er wird geerntet, wenn die Körner noch weich und milchig sind. Nach der Ernte baut sich Zucker schnell ab, deshalb schmeckt Zuckermais frisch geerntet am besten.
Popcornmais wird nicht frisch gegessen. Die Körner müssen vollständig ausreifen und danach trocknen. Erst dann eignen sie sich zum Puffen.
Polentamais wird ebenfalls ausgereift geerntet. Die trockenen Körner werden später gemahlen oder geschrotet. Er braucht meist eine ausreichend lange warme Saison, damit die Körner gut ausreifen.
Wenn du einfach Mais zum Essen vom Kolben anbauen möchtest, nimm Zuckermais.
Hinweis: hier erfährst du warum es zu Problemen kommen kann wenn du Zuckermais und Popcornmais zu nahe pflanzt: Zuckermais und Popcorn/Körnermais im selber Garten anbauen
Mais braucht einen sonnigen, warmen Standort. Halbschatten ist ungünstig, weil die Pflanzen dann schwächer wachsen und die Kolben schlechter ausreifen können.
Der Boden sollte locker, tiefgründig, humusreich und nährstoffreich sein. Staunässe und kalte, schwere Böden sind ungünstig. Mais bildet kräftige Pflanzen und braucht entsprechend Wasser und Nährstoffe.
Bei der Pflanzung sollten Abstände von ca. 20 - 30cm zwischen den Pflanzen eingehalten werden. Zu eng stehender Mais konkurriert stark um Licht, Wasser und Nährstoffe. Zu weit auseinander stehende Einzelpflanzen werden schlechter bestäubt. Im Garten ist ein kleiner Block aus mehreren Reihen meist die beste Lösung.
Mais ist im Garten meist robust, aber nicht völlig problemlos.
Maisbeulenbrand (Maisbeulenbrand erkennen: Was der Pilz am Mais macht ) erkennst du an hellen bis grauen Beulen, die später aufplatzen und schwarze Sporen freisetzen. Befallene Pflanzenteile solltest du früh entfernen, bevor sie aufplatzen.
Drahtwürmer können an den Wurzeln und jungen Pflanzen Schäden verursachen. Das fällt oft erst auf, wenn Jungpflanzen kümmern oder absterben.
Vögel und Mäuse können frisch gesäte Körner fressen. Bei Direktsaat hilft es, die Saat gut anzudrücken und bei Bedarf mit einem Schutznetz zu arbeiten.
Maisbeulenbrand an Maiskolben
Zuckermais erntest du, wenn die Körner prall, aber noch weich sind. Ein einfacher Test: Drückst du ein Korn mit dem Fingernagel an, sollte milchiger Saft austreten. Ist der Saft klar, ist der Kolben oft noch zu jung. Ist das Korn hart und mehlig, ist der optimale Zeitpunkt für Zuckermais vorbei.
Die Fäden am Kolben werden zur Reife braun und trocken. Das ist ein guter Hinweis, aber nicht allein entscheidend. Der Zustand der Körner ist wichtiger.
Popcornmais und Polentamais bleiben deutlich länger an der Pflanze. Sie werden erst geerntet, wenn die Körner ausgereift und hart sind. Danach müssen sie weiter trocknen, bevor sie gelagert oder verarbeitet werden.
Hier einige Sorten die perfekt für den Hausgarten geeignet sind.