Im Garten gibt es viele Dinge, die von verschiedenen Leuten sehr unterschiedlich behandelt werden.
Eine dieser Fragen ist, wie tief man Knoblauchzehen in den Boden stecken soll/darf/muss.
Im Grunde genommen gibt es zwei Ansichten – die eine rät, dass man den Knoblauch nur so tief stecken sollte, dass der Zipfel der Zehe noch zu sehen ist.
Der Vorteil hierbei soll sein, dass die Zehen nicht im Boden faulen können, wenn sie so nah an der Oberfläche sind.
Bei der anderen Art zu pflanzen ist die komplette Zehe unter der Erde, die Tiefe wird hier vom Bodentyp bestimmt.
Nach diversen Versuchen mit beiden Methoden sind wir ganz klar Verfechter der Methode, den Knoblauch komplett zu vergraben.
Wenn der Zipfel nach der Pflanzung aus dem Boden schaut, ist dies sehr attraktiv für Vögel. Die machen sich zwar nichts aus dem Knoblauch, aber rupfen die frisch gepflanzten Zehen aus dem Boden.
Auch im Winter hat sich gezeigt, dass die Pflanze besser geschützt ist, wenn sie sich komplett unter der Erde befindet. Auch die Stabilität kann leiden, wenn nicht tief genug gepflanzt wird.
Diese Pflanztiefen empfehlen wir abhängig vom Boden:
Schwere Böden: 2–3 cm
Mittelschwere Böden: 3–4 cm
Leichte Böden: 4–5 cm
Bei sehr schweren Böden empfehlen wir, Dämme aufzuschichten und in diese zu pflanzen, um Fäulnis durch Staunässe zu verhindern.
Extratipp: Die Knoblauchzehen sollten ca. 2–3 Tage vor dem Stecken vereinzelt werden. Nur gesunde Zehen ohne sichtbare Schäden nutzen.
Die Schale sollte noch erhalten sein. Hat sie sich abgelöst, keimt der Knoblauch in der Regel dennoch.