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Maisbart nutzen: Was du mit den feinen Fäden am Mais machen kannst

Maisbart (auch Maishaar- oder Maisgriffel) wird oft einfach weggeworfen. Dabei kannst du die feinen Fäden am Maiskolben trocknen und als Tee verwenden. Wichtig ist nur, dass du weißt, welchen Teil der Pflanze du erntest und dass der Mais von einem unbelasteten Standort stammt.

Was ist Maisbart?

Maisbart sind die langen, feinen Fäden, die oben aus dem Maiskolben herauswachsen. Botanisch sind es die Griffel und Narben der weiblichen Blüten. Jeder einzelne Faden gehört zu einem möglichen Maiskorn. Wird er bestäubt, kann sich am Kolben ein Korn entwickeln.

Du findest Maisbart also direkt am Kolben, nicht oben an der Pflanze. Die männlichen Blüten sitzen an der Spitze der Maispflanze. Sie sehen wie eine lockere Rispe aus und geben den Pollen ab. Der Maisbart gehört dagegen zum weiblichen Teil der Pflanze am Kolben.

Maisbart - Weibliche Blüten

Maisbart - Weibliche Blüten

Oben: Zwei Fotos von Maisbart. Der auf dem oberen Foto abgebildete ist schon zu alt für die Verwendung von Tee - unten der ist ideal.

Mais - Männliche BlütenMais - Männliche Blüten

Oben: 2 Fotos der männlichen Blüten vom Mais - diese kannst du nicht für Tee nutzen.

Was macht man aus Maisbart?

Maisbart wird meist getrocknet und als Tee aufgegossen. In der Volksheilkunde gilt Maisbart traditionell als Pflanzenteil, der vor allem mit Blase, Harnwegen und Entwässerung in Verbindung gebracht wird. Wir wollen an dieser Stelle aber keine Wirkversprechen geben!

Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur führt Maisgriffel als traditionellen pflanzlichen Stoff im Zusammenhang mit leichten Harnwegsbeschwerden, allerdings ausdrücklich im Rahmen traditioneller Anwendung und mit entsprechenden Einschränkungen.

In Korea ist Maisbarttee ebenfalls bekannt. Dort heißt er Oksusu-suyeom-cha und wird als koffeinfreier Tee getrunken. Oft wird Maisbart auch zusammen mit Maiskörnern aufgegossen, weil der Geschmack dadurch runder und leicht süßlicher wird.

Für den Hausgarten ist das ein weiterer Punkt der für den Maisanbau (So baut man eigenen Mais im Garten an) spricht : Maisbart muss nicht automatisch auf den Kompost. Wenn der Mais unbehandelt ist und du sauber arbeitest, kannst du die Fäden trocknen und später als Tee verwenden.

Wie erntet man Maisbart?

Ernte nur Maisbart von Pflanzen, die nicht gespritzt wurden und sicher als Speisemais angebaut sind - im Idealfall aus deinem eigenen Garten. Der beste Zeitpunkt ist, wenn der Maisbart noch frisch, hell bis leicht bräunlich und natürlich nicht verschimmelt ist.

Zur Ernte ziehe die Hüllblätter vorsichtig zurück. Nimm saubere, frische Maisfäden vom Kolben ab. Entferne braune, schmierige oder beschädigte Stellen. Verwende nur sauberes Pflanzenmaterial.

Wenn du den Maiskolben später noch essen möchtest, ernte nicht zu früh und nicht zu viel. Der Maisbart spielt bei der Befruchtung der Körner eine wichtige Rolle.

Hier erfährst du wie du Mais im eigenen Garten nutzen kannst:

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Wie trocknet man Maisbart?

Breite den Maisbart locker auf einem sauberen Tuch, Gitter oder Backpapier aus. Trockne ihn luftig, schattig und warm, aber nicht in praller Sonne. Die Fäden sollten nicht übereinanderklumpen, sonst trocknen sie schlecht.

Wende sie regelmäßig. Fertig getrocknet ist Maisbart, wenn er raschelt und sich trocken anfühlt. Danach lagerst du ihn dunkel, trocken und luftdicht, zum Beispiel in einem sauberen Schraubglas.

Wenn der Maisbart muffig riecht, feucht bleibt oder Schimmel zeigt, gehört er in den Müll - nicht in den Tee.